| Zur Geschichte 1336 - 1939 |
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Den Schock von 1806 - 08 (Krieg und Besatzung) hatten die Manschnower wohl gut überstanden. Mit dem Edikt von Oktober 1807 (Stein Hardenberg), über den freien Gebrauch des Grundeigentums, setzte die Reduzierung der Adelsprivilegien ein. Die Neuordnung der bäuerlichen Besitz- und Dienstverhältnisse zog sich noch über Jahrzehnte hin. Im Herbst 1810 fiel die von den Bauern gehaßte Vorspannpflicht. *2) Es begann die "Bauernbefreiung"! 1812 durchquerten die Napoleonischen Heere auf ihrem Wege nach Rußland die Mark Brandenburg und auch Manschnow über die Strombrücke. Dies bedeutete für die Bevölkerung wieder eine schwere Belastung. Im Winter 1812/13 fluteten die Reste der geschlagenen "Grande Arme" wieder zurück. 1813/14 wurde das Jahr der Befreiung, mit dem Fall der Festung Cüstrin (20.03.1814) war Brandenburg von der Fremdherrschaft frei. Diese Kriegswirren, die Nähe der Festung Cüstrin, die laufenden Überschwemmungen und nicht zuletzt die neuen Bauern-Freiheiten haben offensichtlich das Amtsvorwerk zur Aufgabe gezwungen. Von Neu Manschnow bis Neudorf (1816 - 1860) 1816 wurden die Überreste des Vorwerkes Manschnow, soweit nicht dem Amtmann Herzer überlassen, an mehrere Erwerber vererbpachtet, woraus die Gemeinde Neu Manschnow entstand. 1819 war die Herstellung der Wohn- und Wirtschaftsgebäude abgeschlossen.*5) Manschnow zählte 1816 "33 spannfähige bäuerliche Nahrungen (d.h. Vollerwerbsbetriebe) mit insgesamt 2.965 Morgen (744 ha) Land. In dieser Zeit muss es einen größeren Brand in Manschnow gegeben haben. Es ist zu erfahren, dass der schon genannte Amtmann Herzer 1817 als Erbpächter von Teilen der Manschnower Vorwerk-Grundstücke ein neues Vorwerk nach einem Brande in einiger Entferung vom Dorf errichtet hat und es Herzershof nannte. 1818 waren die ersten Gebäude fertig. 1819 wurde für Manschnow ein ereignisreiches Jahr: Die "Kunststraße" (Chaussee) Seelow-Manschnow-Küstrin wurde eröffnet. Nachdem Berlin-Dahlwitz bereits 1801, Dahlwitz-Müncheberg 1802, Müncheberg-Frankfurt (0der) 1803, Müncheberg-Seelow 1817 - 1818 eröffnet worden waren, hatte man nun endlich eine gerade, sichere und komfortable Straßenverbindung nach Küstrin und Berlin. Dieser Komfort war allerdings nicht umsonst. In gewissen Abständen wurden "Chausseehäuser" errichtet (in Manschnow kurz vor der Wassermühle), dort wohnte der "Chausseegeldeinnehmer" und kassierte. Auch nach Frankfurt gab es noch keine Chaussee. Diese wurde erst 12 Jahre später, 1831 bis etwa Podelzig und 1833 von dort bis Frankfurt eröffnet. Bis dahin lief die Verbindung über Reitwein, auf dem sogenannten "Nothdamm", westlich des Stromes entlang. Hinter Reitwein gabelte sich die Straße; der eine Weg führte über Wuhden, Klessin und Lebus nach Frankfurt (0der), der andere über Podelzig.
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