| Zur Geschichte 1336 - 1939 |
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1624 weist Manschnow 6 Hüfner, 7 1/2 Hüfner und 16 Kossäten aus, insgesamt 29 landwirtschaftliche Betriebe. Es ist die Zeit des 30-jährigen Krieges (1618 - 1648) und dieser verschonte auch Manschnow nicht. Im März/April 1631 ziehen die Schweden, von Küstrin kommend, auf der alten Post- und Heerstraße über die Strombrücke von Manschnow (jetzt Neu Manschnow) nach Frankfurt (0der). Nachdem Lebus in Flammen aufgegangen war, wurde am 13.04.1631 auch Frankfurt (0der) durch die Truppen Gustav Adolfs von Schweden erstürmt, ausgeraubt und niedergebrannt. Hunger und Seuchen waren die Folgen. Nur 1/6 der Frankfurter Bevölkerung überlebte. *2) Küstrin hatte alle Stürme, der Kaiserlichen, wie der Schweden widerstanden, musste dafür aber in dieser Zeit drei Seuchen hinnehmen. In Manschnow zeigten sich die Auswirkungen im Verlust der bäuerlichen Besitzungen, die von 29 (1624) auf 17 (1634) zurückgingen. Damit aber nicht genug; im Herbst 1636 ließ der schwedische General Wrangel den Oderdamm südöstlich von Manschnow durchstechen und die Fluten ergossen sich ins Bruch. Die Oder konnte er, wie erhofft, damit nicht umleiten und Küstrin nicht erreichen, aber für die Bruchbewohner war diese teuflische Maßnahme verheerend. 1688 - 1740 20 Jahre später zählte man schon wieder 24 Betriebe und ein kfstl. Vorwerk und 1689 war die Zahl sogar auf 31 Betriebe und ein Vorwerk gestiegen. Unter Kurfürst Friedrich III. (1. König in Preußen) ging diese positive Entwicklung wieder zurück: 1709 auf 23 Betriebe und 1711 auf 21 Betriebe. Nachdem Friedrich Wilhelm I. (Soldatenkönig, 1713 - 40) die Geschicke seines Landes in die Hand genommen hatte, ging es auch wieder aufwärts. 1734 zählte man zum ersten Male 44 landwirtschaftliche Betriebe und zum ersten Male wird uns auch eine Einwohnerzahl, es waren 135 Seelen, übermittelt. Peter P. Rohrlach *5) weiss in seinem Buch aber noch Detaillierteres über die Einwohner zu berichten. Außer den 44 landwirtschaftlichen Betrieben gab es: 1 Müller, 1 Schmied, 1 Schäfer, 4 Hirten, 1 Schneider und 3 Hausleute. Darüber hinaus lebten im Dort: 36 Frauen, 5 große Söhne, 1 große Tochter, 14 Söhne und 6 Töchter unter 10 Jahren sowie 7 Knechte und 7 Mägde. Artikel zitieren
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