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Wednesday, 08 February 2012
Zur Geschichte 1336 - 1939 Drucken E-Mail
  Landflucht und Rückkehr

In Manschnow sanken die Zahlen: 1885 auf 1.473, 1895 - 1.246, 1905 - 1.196. Berlin zählte: 1871 - 832.000 Einwohner, 1880 wurde die Millionengrenze überschritten, 1900 - 2,7 Mio., 1910 - 3,7 Mio. Dem Wohlstand von Manschnow tat dies aber keinen Abbruch. 1882 zählen wir: 27 Bauern, 47 Büdner, 1 Gutshof und 90 Kleinbesitzer mit einer Gesamtfläche von 1.072,5 ha. 1900 war die Gemarkungsgröße auf 1.148 ha und 1931 auf 1.267 ha gewachsen. Die Zahl der Wohnhäuser stieg 1900 auf 181 und erreichte 1931 239 Gebäude mit 345 Haushaltungen. Das heißt, in fast jedem 2. Haus wohnten zwei Famililen. Die katastrophale Wohnungsnot in Berlin und die Hungerjahre nach dem 1. Weltkrieg sowie die große Arbeitslosigkeit Anfang der 30-er Jahre haben zu einer Rückwanderung aufs Land geführt, sodass Manschnow 1925 wieder 1.480 und 1939 - 1.408 Einwohner zählen konnte. An landwirtschaftlichen Betrieben gab es 1939: 0,5 - 5 ha - 69 Betriebe, 5 - 10 ha - 10, 10 - 20 Häuser - 19, 20 - 100 ha - 22, über 100 ha Land.

Fortschritt

Ein weiteres Großereignis war der Anschluss an das elektrische Stromnetz. Nachdem Berlin 1879 die erste elektrische Straßenbeleuchtung und 1884 die erste elektrische Hausbeleuchtung bekam, konnten sich auch unsere Manschnower, wahrscheinlich kurz nach der Jahrhundertwende, über diesen Fortschritt freuen. Etwa um diese Zeit wurde auch endlich die Dorfstraße von Manschnow gepflastert. Eine Maßnahme, die von allen Anliegern freudig begrüßt wurde, denn bis dahin war die Straße in den nassen Jahreszeiten für Fuhrwerke oft unpassierbar".

Literaturverzeichnis

*1)Theodor Fontane, "Wanderungen durch die Mark Brandenburg", Band II  "Das Oderland"
Berlin 18.10.1879
*2)Dr. Gerd Heinrich (Herausgeber), "Berlin und Brandenburg", "Handbuch der historischen
Stätten Deutschlands" Berlin 1984
*3)Herbert Ludat "Das Lebuser Stiftsregister von 1405"
*4)Thomas Nipperdey "Deutsche Geschichte 1800 - 1866" (München 1983)
*5)Peter P. Rohrlach, "Historisches Ortslexikon für Brandenburg" (Teil VII Lebus, Potsdam 1983)
*6)Berthold Schulze, "Besitz- und siedlungsgeschichtliche Statistik der brandenburgischen Ämter
und Städte 1540 - 1800" (Berlin 1935)
*7)B. Schulze "Erläuterungen zur brandenburgischen Kreiskarte von 1815"
(aus Beiheft Nr. 2 zum Historischen Atlas der Provinz Brandenburg)
*8)Dr. Gottfried Wentz, "Geschichte des Oderbruches" (1930)
*9)Siegmund W. Wohlbrück "Geschichte des ehemaligen Bistums Lebus und des Landes
dieses Namens" (Berlin 1829)


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