01.09.1939 Kriegsbeginn Mit dem Überfall auf Polen zettelte Deutschland den zweiten Weltkrieg an und am 22.Juni 1941 erfolgte der Angriff auf die Sowjetunion. Die Söhne von Manschnow wurden an die Front gebracht und viele Opfer mußten beklagt werden. Helden hatte dieser furchtbare Krieg nicht hervorgebracht. 1939 hatte man für Manschnow 1.117 Einwohner, Neu-Manschnow 168 und für Herzershof 123 Einwohner vermerkt.
Auch wenn der in Manschnow geborene Werner Ewald für seine Leistungen an der Front und mit seinem II.Bataillon vom Fallschirmjäger-Regiment 2 so hoch ausgezeichnet wurde. Das errungene Deutsche Kreuz in Gold und die Verleihung vom Ritterkreuz konnten nicht darüber hinwegsehen, dass im französischen Brest auf fremden Boden kämpfte wurde. Auf den Höfen mußten ausländische Arbeiter die Arbeit mit verrichten und viele Ausgebombte aus Berlin und dem Westen von Deutschland fanden Zuflucht. Die Front vom Osten rückte näher und viele Flüchtlinge aus den östlichen Deutschen Gebieten prägten das Bild der Tage vom bitter kalten Januar 1945. Die Schule wurde geschlossen und diente mit ausgelegtem Stroh für die Flüchtlinge als Durchgangsquartier. Für die Manschnower gab es noch keinen Räumungsbefehl.
31.01.1945 Sowjetische Truppe erreichten bei Kienitz die vereiste Oder und überquerten diese. Die Stadt Küstrin wurde am Nachmittag von sowjetischen Panzerspitzen im Norden angegriffen. Am nächsten Tag folgte ein weiterer sowjetischer Brückenkopf bei Genschmar und erste Geschosse gingen in der näheren Umgebung von der Ortschaft Manschnow hernieder.
02.02.1945 Über Lässig und Göritz erreichten südl. von Küstrin weitere sowjet. Verbände die Oder und überquerten das noch immer zugefrorene Eis auf Höhe Neu Manschnow, Reitwein und Wuhden. Die Manschnower hatten von den Vorgängen im Ganzen keine Kenntnis und eine Evakuierung wurde noch immer nicht angeordnet. 03.02.1945 Am Morgen ging ein kurzer Feuerüberfall auf Neu Manschnow hernieder. Von Wirtschaft zu Wirtschaft stürmend erreichte die Rote Armee die Padde. Spalteten sich dort auf in nördl. Richtung auf die Manschnower Mühle und in westl. Richtung auf Herzershof und Manschnower Dorf. Herzershof und die Mühle wurden kampflos eingenommen.
Über die Siedlung hinweg versuchten die sowjet. Einheiten auf das Manschnower Dorf anzugreifen. Der Kirchturm herhielt bereits seinen Treffer und überall lagen die Schieferdachsteine verstreut umher. Die Rote Armee sperrte die Reichsstraße 1, das Ostbahn-Gleis und somit die Zugänge der zur Festung erklärten Stadt Küstrin. Die Masse der Manschnower Einwohner wurden zur Oder geschickt und kamen dort nicht über das Eis. Die deutsche Luftwaffe flog stärkste Einsätze gegen die Rote Armee an der Oder. Lediglich 25 - 30 Einwohner wurden von deutschen Soldaten aus der Ortschaft ins Fort Gorgast evakuiert und mussten dort verharren. Manschnow wurde in den Folgetagen komplett von der Roten Armee eingenommen.
04.02.1945 Ab dem 04.02.1945 wurde der feindlich besetzte Oder-Damm und somit auch die Manschnower zzgl. die aus Herzershof, Neu Manschnow, die Einwohner der Gorgaster Loose, die zuvor in Manschnow untergekommenen Ausgebombten und ebenso auch Flüchtlinge von der herangezogenen SS-Werfer-Abteilung 505 unter dem SS-Sturmbahnführer des Coudres verstärkt beschossen.
06.02.1945 Unter ständigem Beschuß und Kälte konnten die Manschnower erst mit diesem Tage die Oder nach Osten überqueren. Dort zog man meist zusammen, wurde von der Roten Armee zu Arbeiten herangezogen und die Frauen… 08.02.1945 Der um Mitternacht begonnene deutsche Angriff auf Manschnow geriet ins stocken und erst in den frühen Morgenstunden gelang es die ersten Häuser im nördl. Manschnow einzunehmen. Ein weiterer Angriff der 21.Panzer-Division aus Gorgast heraus auf die Manschnower Mühle kam bereits auf Höhe Ostbahn-Gleis zum erliegen. Am späten Nachmittag evakuierte man die letzten Manschnower aus dem Fort Gorgast nach Westen.
In den Folgetagen beruhigte sich das Kampfgeschehen um den Ort Manschnow. Die Nördlichen Häuser waren mit der großen Kreuzung und bis zu den beiden Teichen an der Reichsstraße 1 in deutscher Hand. Aus Manschnow heraus wurden von der Roten Armee bis Mitte März 1945 ständige Scheinangriffe getätigt und dienten hauptsächlich der Eroberung der Stadt Küstrin. 21.03.1945 Von deutscher Seite wurden starke sowjet. Bereitstellungen an der westl. Gewächshausanlage festgestellt. Die Rote Armee verstärkte aus Manschnow heraus das Feuer auf Alt Tucheband, Golzow und Gorgast. 22.03.1945 In den frühen Morgenstunden startete die Rote Armee einen groß angelegten Angriff nach Westen. Die deutschen Soldaten der Panzer-Division Müncheberg, vor und um Manschnow, flohen ins Fort Gorgast und mußten dort nach einem Trick eines sowjet. Kommandeurs kapitulieren. Gorgast fiel im wesentlichen kampflos in die Hand der Roten Armee. Die beiden sowjet. Brückenköpfe von Genschmar und Manschnow konnten sich vereinigen und die Festung Küstrin somit einschließen. 24.03.1945 Der um Mitternacht auf Manschnow geplante Angriff der 20.Panzergrenadier-Division verzögerte sich und blieb danach im gnadenlosen sowjet. Sperrfeuer liegen. Teile der Division erreichten die ersten Manschnower Häuser in der Feldstraße und mussten diese dennoch wieder aufgeben. Der blutige Entsatzangriff zur Festung Küstrin misslang.
27.03.1945 Ein zweiter Angriff sollte die Bresche zur Festung Küstrin schlagen und auch dieser blieb im sowjet. Abwehrfeuer stecken. Die 25.Panzergrenadier-Division, die sich zwischen Manschnow und Gorgast schieben sollte, kam nicht voran. Zwei Tage später wurden die örtlichen Reste der Festung Küstrin aufgegeben. 16.04.1945 Mit Monatsbeginn stockte die Rote Armee ihr Aufkommen an militärischem Gerät im Brückenkopf und Zentrum Manschnow massiv auf. Um 04,00 Uhr deutscher Kriegszeit ertönten die sowjet.Geschütze und ein noch nie da gewesenes Bombardement flog in Richtung Seelow. Die Schlacht um die Seelower Höhe hatte begonnen und am 18.April 1945 sollte auch um Manschnow herum der Frieden wieder Einkehr halten. Artikel zitieren
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