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Wednesday, 08 February 2012
1945 - Von Küstrin über Seelow Drucken E-Mail
Deutsche Flak-Stellung im OderbruchWarum das alles nach über 60 Jahren? Diese Frage hat Torsten Fudel, 37 Jahre schon oft in der Vergangenheit beantworten müssen. Dabei ist die Antwort ganz einfach. Sein großes Interesse gilt aus privater Natur der Geschichte seiner Heimat und der damit größten Schlacht auf deutschem Boden. Über das Kriegsgeschehen gibt es zwar die verschiedenste Literatur, aber oftmals lässt der Wahrheitsgehalt dieser Aufzeichnungen sehr zu wünschen übrig und es ist kaum möglich, in Büchern eine vollständige Darstellung der Ereignisse zu finden.

Viele geographische, zeitliche und vor allem widersprüchliche Aussagen lassen es leider nicht zu, die Geschehnisse korrekt nachzuvollziehen. Gerade sein Heimatort Manschnow lag mitten im Kampfgeschehen und findet kaum Erwähnung. Dem wollte der Autor nachkommen und begann mit der Aufarbeitung. Seine Forschungen stützten sich zunächst nur auf Manschnow . Aber aufgrund der umfangreichen Recherchen und der wahrlich informativen, wie auch schrecklichen Erlebnisse der Überlebenden von einst wurde der Autor mehrfach gebeten,  seine Forschungen um den Mittelabschnitt von Küstrin, über Manschnow bis Seelow auszuweiten, und alle Ergebnisse dringend zu veröffentlichen. Dem wollte er gerne entsprechen und begann mit der Aufarbeitung.

Sowjetische Einheiten überqueren die noch zugefrorene Oder

Die Ausführungen basieren im Wesentlichen auf Aussagen und Niederschriften von Zeitzeugen; seien sie Zivilisten oder vom damaligen Militär gewesen, egal. Nur Zeitzeugen geben nun einmal das wahre Bild wieder. Insgesamt wurden ca. 100 Zeitzeugen zum Thema befragt und es wurden nur Erzählungen, Berichte, tatsächliche Ereignisse und Fakten festgehalten, die entweder schon vorher der Öffentlichkeit zur Verfügung standen oder durch Zeitzeugen berichtet wurden. Nicht einzuordnende Aussagen fanden in der Aufarbeitung keine Berücksichtigung. Die Rekonstruktion der Ereignisse vom 31.01.1945 bis 18.04.1945 ist das Ergebnis jahrelanger Untersuchungen und Zeitzeugenbefragungen von Torsten Fudel.

Hinweis: 
Hierzu ist eine CD-ROM „1945 – Von Küstrin über Seelow“  im Eigenverlag Fudel erschienen und über die Website http://www.seelow-1945.de oder bei der Gedenkstätte/Museum Seelower Höhen käuflich zu erwerben (die Website beschreibt lediglich nur den umfangreichen Inhalt der CD).

Gewidmet ist die Chronologie seinem Heimatort Manschnow, dem Oderbruch, dessen Bewohner und denen, die hier im Krieg kämpften und ihr Leben lassen mussten. In keinem anderen Landstrich von Deutschland war der Krieg und sind seine Narben immer noch so einschneidend sichtbar, wie im Oderbruch und den Dörfern der angrenzenden Höhenlage. Es war ein alles vernichten zu wollender Krieg, der seinem Ende entgegenging und gerade das machte ihn so gefährlich.

Manschnow.de wird vorab geschichtlichen Stoff veröffentlichen, welcher in dieser Form zu lesen noch nicht möglich war. Hierbei handelt es sich um eine Aufarbeitung der Chronologie vom 31.01.1945 - 16.04.1945 und um einen gekürzten Auszug aus der Rubrik "Allee der Gehenkten" mit dem Titel "Die Wehrmachtshaftanstalt von Küstrin".


Artikel zitieren

  Kommentare (3)
Geschrieben von: Merten-Becker,Elke, am 01-02-2008 16:27 , IP: 213.9.109.53
Am 28.05.1940 bin ich in Küstrin geboren und war am 27.01.2008 erstmals wieder in meiner Geburtsstadt. Vergeblich suchte ich den Hindenburgplatz.
Geschrieben von: Admin, am 02-02-2008 21:03 , IP: 213.9.109.53
Hallo Frau Merten-Becker, den Hindenburg-Platz im Osten der Küstrin-Neustadt und genutzter Teil der Küstriner Pioniere gibt es nicht mehr. Bis auf ein paar Restbauten, wie der Bahnhof, steht nichts mehr auf seinem Platz bzw. ist nicht existent. Das deutsche Küstrin wurde ausgelöscht. MfG Torsten Fudel
Geschrieben von: Andy Steinhauf, am 16-10-2011 19:42 , IP: 46.128.170.248
Hallo, 
 
dem letzten Kommentar muss ich widersprechen. Von der Pionierkaserne in der Warnicker Straße und dem Hindenburgplatz gegenüber stehen noch ca. 50% der Gebäude. Am ehemaligen Hindenburgplatz stehen noch 3 von 6 Häusern, das Blumenbeet in der Mitte gibt es nicht mehr. Ich war Freitag in der ehemaligen Neustadt, die Fotos folgen in den nächsten Tagen auf cuestrin.de 
 
mfg 
 
 
Andy

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