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Der 29.06.2002 war ein großer Festtag für die Manschnower Bevölkerung, ein Tag auf den vor allem die ältere Bevölkerung schon lange gewartet hat. Endlich wurde das restaurierte Kriegerdenkmal, welches in den 70-iger Jahren abgetragen wurde, feierlich enthüllt und neu eingeweiht. Das Denkmal aufzubauen, dieser Gedanke liegt schon weit zurück. Vor über 10 Jahren wurde auf Antrag von Herrn Dr. Joachim Mager im Gemeiderat dazu ein Beschluss gefasst, das Denkmal, das dem russischen Ehrenmal weichen musste, erneut aufzubauen. Auf Grund von finanziellen Schwierigkeiten wurde das Vorhaben jedoch immer wieder in den Hintergrund geschoben und andere Pläne des Ortes hatten Priorität.
Dank einer Bürgerinitiative, geführt von Dr. Joachim Mager und Leopold Stielke, wurde zum Jahresende 2001 ein Spendenaufruf gestartet und aus der Bevölkerung kamen binnen kurzer Zeit über 3.500,00 € zusammen. Der hohe Betrag zeigt, dass die Manschnower „ihr“ Denkmal unbedingt zurück haben wollten. Insgesamt beteiligten sich über 170 Personen an der Aktion (Einwohner Manschnows, darunter ältere Bürger, Familien und Geschäftsleute sowie ehemalige Manschnower). Nun war es möglich, aus den noch vorhandenen Steinresten des alten Kriegerdenkmals von 1925, welche jahrelang von Herrn Dr. Mager sicher in seinem Garten aufbewahrt wurden, das Kriegerdenkmal getreu dem Original wieder neu aufzubauen. Seit Ende Juni 2002 hat der Gedenkstein wieder seinen Platz hinter der Grundschule und erinnert somit an die im Krieg gefallenen Manschnower Soldaten, an den Kriegsfolgen Verstorbene und Vermisste.
Mit einem feierlichen Festakt wurde das neue Kriegerdenkmal eingeweiht. Pfarrer Thomas Jabs hielt die Ansprache und von Herrn Dr. Joachim Mager wurden die Namen der Gefallenen von 1939 bis 1945 sowie die Namen der Opfer von Krieg, Gewalt, Flucht, Vertreibung, Gefangenschaft und durch Minen 1945 verlesen. Es waren die Namen der Toten, die er in vielen Jahren nach Aussagen von Manschnower Bürgern, die Zeitzeuge jener schrecklicher Ereignisse waren, akribisch zusammen getragen hat. Aber auch an diejenigen, die nach 1945 ums Leben gekommen sind, soll das Denkmal erinnern. Anschließend enthüllte Leopold Stielke das neue Kriegerdenkmal.
 Einziger Wehmutstropfen damals, der Adler, der in der Mitte auf der Säule des Denkmals fehlte. Dieses war keineswegs vergessen. Mit Hilfe weiterer Spenden sollte dies nur eine Frage der Zeit sein und im November 2006 war es dann soweit. Endlich konnte der Adler in Berlin-Schönefeld ausgesucht werden. Dank der großen Spendenbereitschaft der Manschnower ist nun das Denkmal komplett und der Adler mit seinen ausgebreiteten Schwingen thront originalgetreu wieder hoch oben auf der Säule des Denkmals. Übergabe der Namenslisten der gefallenen Bürger und Kriegstoten
Kriegerdenkmäler sind Mahnmale zum Frieden, sind Ausdruck der Verbundenheit mit ihren gefallenen und vermissten Bürgern und bieten den Angehörigen noch heute die Möglichkeit zur stillen Einkehr. Herrn Dr. Mager, der in vielen Jahren die Namen der Toten zusammen getragen hatte, war es ein großes Anliegen, seine Namenslisten zur Aufbewahrung und zur Erinnerung zu einem späteren Zeitpunkt in einem entsprechenden Rahmen an Frau Pastorin Anja Graetz zu überreichen. So geschehen am 16.11.2003 anläßlich einer Gedenkfeier zum Volkstrauertag. Mögen die Namen der Toten somit der Nachwelt erhalten bleiben. Gleichzeitig verband er damit den Wunsch, dass vielleicht die Namen dieser Menschen auf Gedenktafeln in der Kirche in Manschnow für immer ihren Platz finden. Sie alle sollen nie vergessen sein! Artikel zitieren
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