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Wednesday, 08 February 2012
Chronik 1947 - 1983 Drucken E-Mail

26.03. -27.03.1947 Oderhochwasser
Gegen 03.00 Uhr nachts ist der Oderdamm unterhalb Reitwein gegenüber der ehem. Bahnstation Neu Manschnow aufgrund von einem starken Eisstau an zwei Stellen gebrochen. Die Fluten ergossen sich mit großer Wucht ins Land hinein. Insgesamt wälzte sich eine Flutwelle von 50 km Breite mit großer Geschwindigkeit durch das Bruch. Die Bruchstellen erreichten eine Breite von 90 m und 120 m.

Anmerkung von Torsten Fudels Recherche: Am 22.03.1947 bricht auf Höhe Neu Manschnow der Oder Damm und die Wassermassen ergossen sich ins Oderbruch. Der östliche Fort-Wall vom Fort Gorgast wurde als Baumaterial und zur Befestigung, der durch Hochwasser beschädigten Straßen und Dämme abgetragen.

1947
Im Sommer erfolgte Schließung der Dammbrüche.

13.04.1948
Die Landesvorsitzende der Märkischen Volkssolidarität, Frau Gerda Sucker, übergibt in einer Feierstunde an fleißige Neubauern der Landgemeinden Neu Manschnow, Kietz und Lebus landwirtschaftliche Geräte, die aus Spendenaktionen stammen.

April 1948
Im Frühjahr 1948 kam es in der sowjetischen Besatzungszone zur Gründung von zwei weiteren Parteien - im April der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands und im Mai der National-Demokratischen Partei Deutschlands. In der DBD waren vorwiegend Bauern vertreten. Die sowjetische Kreiskommandatur genehmigtdie Bildung von Parteigruppen der DBD und es entstehen im Sommer 1948 die ersten Ortsgruppen in Manschnow, Seelow, Werbig, Gorgast, Langsow, Kietz u.a.

08.05.1948
Nach einer Mitteilung des "Lebuser Kreisblattes" besteht im Kreis eine Buslinie der Reichsbahn von Frankfurt über Manschnow, Kietz, Seelow, Dolgelin, Alt Zeschdorf nach Ffo. zurück, die täglich befahren wird.

Sommer 1948
Die sowjetische Kreiskommandatur genehmigt die Bildung von Parteien der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands. Es entsteht u.a. auch in Manschnow eine Ortsgruppe.

01.12.1948
Die Gemeinden Manschnow, Ortwig, Neulangsow, Werbig und Kienitz sind an das Telefonnetz angeschlossen.

08.04.1949
Die Bauleitung der Märkischen Bauunion begann Treibhäuser im Raum Gorgast/Manschnow zu renovieren bzw. wieder instand setzen zu lassen.

1949
Deutschland wird 1949 geteilt in Ost (DDR - Deutsche Demokratische Republik) und West (Bundesrepublik Deutschland) geteilt, Brandenburg wird eines der fünf Länder des Arbeiter- und Bauernstaates.

1950
Täglich werden 50 Tonnen Gemüse nach Berlin geliefert.

1952
wird die DDR in Bezirke eingeteilt. Brandenburg wird in die Bezirke Potsdam, Frankfurt (0der) und Cottbus unterteilt. Die Staatsführer sind Wilhelm Pieck (ehem. Tischlermeister), Otto Grothewohl, später Walter Ulbricht und Erich Honecker. Partei der SED und Jugendorganisationen wie "Freie Deutsche Jugend" (FDJ) und "Junge Pioniere" (JP) wurden gegründet.

01.05.1952
Gründung "Station Junger Naturforscher und Techniker", Vorsitzender war Fritz Matern.

1952
Frau Zopick gründete die Volkstanzgruppe, Gründungsdatum unbekannt. Übungen fanden in der Gaststätte Mierse (Anm.: heute Gaststätte "Zur Linde") im Hof oder im Saal auf der Bühne statt.

1953
Bau des Landambulatoriums

1953
Die Großbauern wurden enteignet. Es wurden "Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften" (LPG) gegründet, 1953 dann Gründung der LPG "Pascha Angelina" in Manschnow (Typ I mit 8 Mitgliedern und 71 ha landwirtschaftl. Nutzfläche), 1954 zu Typ III übergegangen.

1960
Eine LPG Typ III mit 113 Mitgliedern und 585 ha landwirtschaftliche Nutzfläche gegründet.

1960
Gründung der GPG Oderbruch, später dann LPG Pflanzenproduktion Gorgast Typ III mit 113 Mitgliedern und 585 ha, nach der Wende Gartenbaucenter Fontana.

11.11.1962
Eröffnung des Einkaufszentrums "Oderland"

1970
LPG Typ I Neu Manschnow angeschlossen, 1975 mit LPGTyp III Kietz, Sitz Kietz, zusammengeschlossen, 1 LPG Typ I mit 6 Mitgliedern und 49 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, 1963 mit 136 Mitgliedernund 64 ha landw. Nutzfläche, 1964 an LPG Typ III angeschlossen, 1 GPG, 1971 GPG Gorgast angeschlossen, 1977 an LPG Pflanzenproduktion Gorgast angeschlossen.

1973 - 1990
Hans Reinke wird Bürgermeister und Vorsitzender des Rates des Gemeindesverbandes Manschnow.

01.02.1974
Eingliederung von Neu Manschnow

1975 - 1976
Bau der Schule, ehemals POS I.S.Titow"
Einweihung am 01.09.76 (27 Lehrer, 4 Erzieher, 1 Pionierleiter, ca. 360 Schüler in 16 Klassen)

1975 - 1978
Spiel- und Sportzentrum wurde erbaut (Tischtennis, Schach, Billard, Kegeln)

23.08.1976
Einweihung des Standesamtes in der Friedenstraße

Manschnow war in den 80-iger Jahren Sitz des Gemeindeverbandes, zu dem folgende 12 Gemeinden gehörten: Alt Tucheband, Bleyen, Friedrichsaue,Genschmar, Golzow, Gorgast, Hathenow, Kietz, Rathstock, Reitwein,Sachsendorf und Manschnow. Jede der Gemeinden war selbständig;Vorsitzender des Gemeindeverbandes: Hans Reinke.

1977
ACZ Manschnow wurde in Betrieb genommen.

01.02.1983
Peter Brücksken erhält seine Bestellungsurkunde und wird zum Stellvertreter des Leiters des Standesamtes manschnow bestellt. Er war Mitorganistor niveauvoller Trauungen, die im Manschnower Standesamt durchgeführt wurden. Namensweihen und Feierlichkeiten zu Jubiläen, wie Goldene Hochzeit, wurden von ihm geprägt.

 


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