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Wednesday, 08 February 2012
Chronik 1900 - 1946 Drucken E-Mail
Anfang 19. Jhd.
Gebrüder Spronsen kamen aus Holland nach Manschnow. Sie erbauten in und um Manschnow zahlreiche Gewächshäuser und wandelten den Orten in ein Zentrum des Gemüseanbaus mit direkter Versorgung für Berlin um. Die ehemalige Villa der Brüder van Spronsen ist in der heutigen Frankfurter Straße noch erhalten.

Anfang 19. Jhd.
Grossfeuer in Manschnow. Amtmann Herzer lies ausserhalb des Ortes für die obdachlos gewordenen Manschnower ein Vorwerk anlegen; dieses erhielt den Namen Herzershof.

Anfang 19. Jhd.
Erste elektrische Straßenbeleuchtung im Ort

1903
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Manschnow, Begründer war Hermann Schulz.

1904
Brauerei Carl Scholz

1906
Anfänge des Gemüseanbaus

1910
Brauerei und Gasthof Christoph Morill

1911 - 1969
Oderbruchbahn von Wriezen nach Fürstenwalde
Manschnower mussten bis Alt Tuchebander Haltestelle laufen, wollte man mit der Kleinbahn nach Fürstenwalde (Haselfelde umsteigen).

Seit 1922 ...
... ist der an der Kreuzung gelegene "Gasthof zur Hoffnung" im Besitz von Arthur Jatzek, der auf seinem Grundstück auch noch eine Stellmacherei betrieb.

1927
Endlich wurde die Dorfstraße (Anm.: Friedenstraße) gepflastert. Eine Maßnahme, die von allen Anliegern freudig begrüßt wurde, denn bis dahin war die Straße in den nassen Jahreszeiten für Fuhrwerke oft unpassierbar, und die Gewerbebetriebe konnten mit Brennstoffen und Material nicht beliefert werden.

1931
184 Wohnhäuser mit 273 Haushaltungen

1939 - 1945 Zweiter Weltkrieg
Jede Familie hat Opfer zu beklagen. Das Dorf ist bis auf wenige Häuser zerstört. Die Russen waren in Manschnow und gingen von einer zur anderen Scheune mit brennenden Strohbündeln.

31.01. - 01.02.1945
Russische Trupps überqueren bereits begünstigt durch das Eis die Oder. Manschnow, Gorgast, Küstrin und Genschmar waren wegen der Zugänge zur Festung Küstrin stark umkämpft. Verbindung zu Küstrin konnte aber bis 21.03.1945 gehalten werden.

31.01.1945
Manschnower Mühle war von Russen besetzt, so war der Zugang nach Küstrin versperrt.

03.02.1945
"Die 8. Gardearmee, die 1. Gardepanzerarmee u.a. Truppen der 1. Belorussischen Front überqueren die Oder und vertreiben die Faschisten aus Neu Manschnow, Manschnow und Reitwein. Auf dem Rückzug der faschistischen Verbände wurde von ihnen die Kirche in Manschnow erheblich zerstört sowie die großen Schornsteine für die Treibhausbeheizung in Werbig, Manschnow und Gorgast in großem Umfange vernichtet. Man war der Auffassung, die Turmspitzen seien ein Zielpunkt für die sowjetische Artillerie."

27.02.1945
Die Front bei dem Brückenkopf Lebus, Podelzig, Manschnow kam zum Stehen.

03.02.1945
Die Besatzung des Fort Gorgast verschanzte sich vor sowjetischen Truppen in der Festungsanlage. Ein deutscher Angriff am 08.02.1945 drückte die Front nur ein wenig weiter nach Manschnow hinein und so lag das Fort Gorgast unmittelbar hinter der Hauptkampflinie.

22.03.1945
Frühmorgens erfolgte Angriff russischer Verbände. Manschnow fiel dabei in russische Hand. Manschnow, in der Hauptstossrichtung der Russen nach Berlin gelegen, gehörte zum Hauptkampfgebiet und besonders die Ausbauten hatten zum Teil stark unter Kriegseinwirkung gelitten.

01.06.1946
"Reparaturstützpunkte in Letschin, Gusow, Falkenhagen und Manschnow werden geschaffen."
1945 nach Kriegsende bis Dezember 1945
Bildung antifaschistischer Frauenausschüsse, so auch in Manschnow mit dem Ziel Not, Krankheit sowie Hunger bei den Ärmsten lindern zu helfen.

01.07.1945
Eingliederung von Herzershof

19.08.1945
Nach Überwindung materieller und organistorischer Schwierigkeiten wurde die erste Kreiskonferenz der KPD in Seelow durchgeführt. Zu den Teilnehmern gehörte aus Manschnow Paul Nagel.

01.10.1945
Der Postverkehr zu allen Orten des Kreises wurde wieder aufgenommen.

09/1946
Anfang September mussten auf Befehl der Kommandatur alle Männer aus umliegenden Orten die toten Soldaten der Roten Armee nach Manschnow umbetten. Die Aufsicht hierüber hatte ein Mann, wobei auf Weisung von ihm alle gut vorbereiteten Gräber zerstört werden mussten und die Leichen wurden zu einem Obelisk gefahren und in Gruben kreuz und quer abgehakt. Es kamen dort alle von der Umgebung hin in vorbereitete Massengräber. Später erfolgten Einzelumbettungen der gefallenen Offiziere u.a. auf den ehemaligen Ehrenfriedhof neben der alten Schule.


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