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Wednesday, 08 February 2012
Chronik 1336 - 1758 Drucken E-Mail
Als villa dicte Manczinowe 1336 erstmalig urkundlich erwähnt, ist das einst in einer sumpfigen Niederung gelegene Dorf eine alte slawische Fischersiedlung oder auch, wie in alten Chroniken erklärt, ein Jägersdorf gewesen. Der Ortsname ist slawischen Ursprungs und leitet sich von einem Personennamen her.

1405
MANTZINOW - Laut Überlieferung war der Ort zu dieser Zeit 8 Hufen groß.

1460
MANTCZENOW

1555
Zum ersten Mal ist vom "Rittersitz und Wappen Hof zu Matschenau" die Rede. Über Vogelsdorf, Jahnsfelde, Neuentempel, Dolgelin, Sachsendorf, Rathstock, die Paddenkrugbrücke, den langen Damm entlang zur Vorstadt, dem heutigen Küstrin-Kietz verläuft die alte Post- und Herrstraße.

01. - 05.08.1627
Soldatengruppe vom Heer Wallensteins mit Hauptquartier in Manschnow

1618 - 1648
Deißigjähriger Krieg
Auf Wunsch von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg wurde zum Ende des 30-jährigen Krieges die bereits vorhandene Postlinie durch das Lebuser Land, über Küstrin in Richtung Königsberg eingerichtet.

1630 - 1631
Manschnow wurde von der Pest heimgesucht.

1709 Hochwasser
"Als erster preußischer Herrscher war Friedrich Wilhelm I., Vater des großen Preußenkönigs, der diese Gegend genau kannte, auf Abhilfe bedacht. Er ließ die Dämme von Sachverständigen genau untersuchen und dann Pläne aufstellen, um die Bruchlandschaft besser gegen die Wasserfluten schützen zu können. Mit der Durchführung dieses Projektes wurde während seiner Regierungszeit noch begonnen, aber eine umfassende Entwässerung des Oderbruches konnte erst unter seinem Nachfolger durchgeführt werden. Neben den neuen Deichen wurde der Strom begradigt und Arme der alten Oder kupiert." (Quelle: Kalender 1976, Heimatkreis Königsberg/Neumark, S. 120).

1713 - 1740
Friedrich Wilhelm der "Soldatenkönig" regiert; in Manschnow geht es aufwärts.

1731
Entwurf und Bau der Königlichen Wassermühle an der Alten Oder

1734
5 Bauern, 15 Büdner, 18 Kossäten, 3 Hausleute, 1 Müller, 1 Schmiede, 1 Schneider, 1 Schäfer, 4 Hirten, 36 Frauen, 5 großeSöhne und 1 große Tochter, 14 Söhne, 6 Töchter unter 10 Jahren, 7 Knechte, 7 Mägde; 5 1/2 Hufen

1745
5 Bauern, 11 Kossäten, 1 Vorwerk

1745
Inbetriebnahme der Königlichen Wassermühle an der Alten Oder

1746 - 1753
Entwässerung des Oderbruchs. Ein Korporal des preußischen Heeres führte das Kommando.

1748
3 Vierhüfner, 2 Ganzbauern haben je 86 Morgen, 1 Ganzbauer hat 84 Morgen, 2 Zweihüfner (1 Halbbauer hat 57, 1 Halbbauer hat 54 Morgen), 11 große Kossäten (Krüger, jeder hat 18 Morgen), 18 Morgen, 7 Kleinkossäten (jeder hat 9 Morgen), 12 Hausleute, 8 Halbbüdner, 4 Paar und 8 einzelne Einlieger, Scmied, Hirte, Schweinehirte, Pferdewächter, Feldhüter und Nachtwächter, 1 Amtsvorwerk, 1 Amtsschäferei, 3 herrschaftliche Familienhäuser

11.09.1752
Johann Georg Bruchmüller, aus Badewitz bei Zerbst in Anhalt, kaufte die Manschnower Mühle. Die Kaufsumme betrug nur 200 Taler, die jährlichen Abgaben beliefen sich jedoch auf 630 Taler.

21.08.1758
Friedrich II. führte seine Armee aus Schlesien in Eilmärschen herbei und erreichte mit einer Vorausabteilung der Kavallerie Manschnow. Sein Hauptquartier nahm er in Gorgast ein.

23. - 24.08.1758
Unmittelbar zwischen Manschnow und Gorgast, wahrscheinlich in der Gegend des heutigen Mühlenweges, vereinigten sich die Truppen von Friedrich des Großen mit denen des Grafen Dohna, um gemeinsam zur Schlacht bei Zorndorf zu ziehen.


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