Als villa dicte Manczinowe 1336 erstmalig urkundlich erwähnt, ist das einst in einer sumpfigen Niederung gelegene Dorf eine alte slawische Fischersiedlung oder auch, wie in alten Chroniken erklärt, ein Jägersdorf gewesen. Der Ortsname ist slawischen Ursprungs und leitet sich von einem Personennamen her.
1405 MANTZINOW - Laut Überlieferung war der Ort zu dieser Zeit 8 Hufen groß.
1460 MANTCZENOW
1555 Zum ersten Mal ist vom "Rittersitz und Wappen Hof zu Matschenau" die Rede. Über Vogelsdorf, Jahnsfelde, Neuentempel, Dolgelin, Sachsendorf, Rathstock, die Paddenkrugbrücke, den langen Damm entlang zur Vorstadt, dem heutigen Küstrin-Kietz verläuft die alte Post- und Herrstraße.
01. - 05.08.1627 Soldatengruppe vom Heer Wallensteins mit Hauptquartier in Manschnow
1618 - 1648 Deißigjähriger Krieg Auf Wunsch von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg wurde zum Ende des 30-jährigen Krieges die bereits vorhandene Postlinie durch das Lebuser Land, über Küstrin in Richtung Königsberg eingerichtet.
1630 - 1631 Manschnow wurde von der Pest heimgesucht.
1709 Hochwasser "Als erster preußischer Herrscher war Friedrich Wilhelm I., Vater des großen Preußenkönigs, der diese Gegend genau kannte, auf Abhilfe bedacht. Er ließ die Dämme von Sachverständigen genau untersuchen und dann Pläne aufstellen, um die Bruchlandschaft besser gegen die Wasserfluten schützen zu können. Mit der Durchführung dieses Projektes wurde während seiner Regierungszeit noch begonnen, aber eine umfassende Entwässerung des Oderbruches konnte erst unter seinem Nachfolger durchgeführt werden. Neben den neuen Deichen wurde der Strom begradigt und Arme der alten Oder kupiert." (Quelle: Kalender 1976, Heimatkreis Königsberg/Neumark, S. 120).
1713 - 1740 Friedrich Wilhelm der "Soldatenkönig" regiert; in Manschnow geht es aufwärts.
1731 Entwurf und Bau der Königlichen Wassermühle an der Alten Oder
1734 5 Bauern, 15 Büdner, 18 Kossäten, 3 Hausleute, 1 Müller, 1 Schmiede, 1 Schneider, 1 Schäfer, 4 Hirten, 36 Frauen, 5 großeSöhne und 1 große Tochter, 14 Söhne, 6 Töchter unter 10 Jahren, 7 Knechte, 7 Mägde; 5 1/2 Hufen
1745 5 Bauern, 11 Kossäten, 1 Vorwerk
1745 Inbetriebnahme der Königlichen Wassermühle an der Alten Oder
1746 - 1753 Entwässerung des Oderbruchs. Ein Korporal des preußischen Heeres führte das Kommando.
1748 3 Vierhüfner, 2 Ganzbauern haben je 86 Morgen, 1 Ganzbauer hat 84 Morgen, 2 Zweihüfner (1 Halbbauer hat 57, 1 Halbbauer hat 54 Morgen), 11 große Kossäten (Krüger, jeder hat 18 Morgen), 18 Morgen, 7 Kleinkossäten (jeder hat 9 Morgen), 12 Hausleute, 8 Halbbüdner, 4 Paar und 8 einzelne Einlieger, Scmied, Hirte, Schweinehirte, Pferdewächter, Feldhüter und Nachtwächter, 1 Amtsvorwerk, 1 Amtsschäferei, 3 herrschaftliche Familienhäuser
11.09.1752 Johann Georg Bruchmüller, aus Badewitz bei Zerbst in Anhalt, kaufte die Manschnower Mühle. Die Kaufsumme betrug nur 200 Taler, die jährlichen Abgaben beliefen sich jedoch auf 630 Taler.
21.08.1758 Friedrich II. führte seine Armee aus Schlesien in Eilmärschen herbei und erreichte mit einer Vorausabteilung der Kavallerie Manschnow. Sein Hauptquartier nahm er in Gorgast ein.
23. - 24.08.1758 Unmittelbar zwischen Manschnow und Gorgast, wahrscheinlich in der Gegend des heutigen Mühlenweges, vereinigten sich die Truppen von Friedrich des Großen mit denen des Grafen Dohna, um gemeinsam zur Schlacht bei Zorndorf zu ziehen. Artikel zitieren
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