| Kanalarbeiten öffnet Massengrab |
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Die ältere Bevölkerung hatte es immer geahnt, aber niemand hat sich so richtig getraut, darüber zu reden. Doch jetzt wird der Verdacht wahrscheinlich Gewissheit. Unter der Kreuzung Kirchstraße / Friedenstraße befindet sich ein Massengrab aus dem Zweiten Weltkrieg (September 1946). Bei Bauarbeiten zur Erneuerung der Straßendecke und Kanalarbeiten wurden die sterblichen Überreste von drei wahrscheinlich russischen Soldaten gefunden. Sie wurden noch am Donnerstag auf dem Ehrenfriedhof nebenan beigesetzt. Einer der drei Soldaten trug noch eine Lederjacke. Die Identität der gefundenen Toten ist ungeklärt. Schon in einem Bericht von Herbert Arendsee über die Kriegs- und Nachkriegszeit in Tucheband (erschienen in einer Veröffentlichung über den Kreis Lebus: Ein leidgeprüftes Land) berichtete dieser von einer Umbettungsaktion auf Befehl der russischen Kommandatur im Jahre 1946. Dabei sollten alle Männer aus Tuchband bereits begrabene russische Sodaten nach Manschnow umbetten. Alle toten Soldaten aus der Umgebung wurden in Massengräbern in Manschow beeerdigt. Wie dieses vor sich ging, war unglaublich makabar, so der genaue Wortlaut in dem Bericht: "So mussten wir alle gut angelegten Gräber zerstören und die Leichen dann nach Manschnow zu einem Obelisk fahren und in Gruben kreuz und quer abhaken. Es kamen dort alle von der Umgebung hin in vorbereitete Massengräber."Die Vermutung liegt daher nahe, daß es sich bei den sterblichen Überresten der gefundenen Toten um einige eben dieser Soldaten handelt, die bei dieser Umbettungsaktion in Manschnow auf unmenschliche Art ihre letzte Ruhe fanden. Die Bauarbeiten werden wahrscheinlich in Kürze fortgesetzt. Artikel zitieren
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Schon in einem Bericht von Herbert Arendsee über die Kriegs- und Nachkriegszeit in Tucheband (erschienen in einer Veröffentlichung über den Kreis Lebus: Ein leidgeprüftes Land) berichtete dieser von einer Umbettungsaktion auf Befehl der russischen Kommandatur im Jahre 1946. Dabei sollten alle Männer aus Tuchband bereits begrabene russische Sodaten nach Manschnow umbetten. Alle toten Soldaten aus der Umgebung wurden in Massengräbern in Manschow beeerdigt. Wie dieses vor sich ging, war unglaublich makabar, so der genaue Wortlaut in dem Bericht: "So mussten wir alle gut angelegten Gräber zerstören und die Leichen dann nach Manschnow zu einem Obelisk fahren und in Gruben kreuz und quer abhaken. Es kamen dort alle von der Umgebung hin in vorbereitete Massengräber."
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